Der Ursprung der Chihuahuas:
Schon die Tolteken hatten kleine Hunde, Techichi genannt, welche vermutlich in das Kulturgut der Azteken und später der Maya übergingen. Ausgrabungen in den Tolthekensiedlungen Mexikos förderten Tonfiguren und Steinmetzarbeiten zu tage, die mit einiger Phantasie chihuahuaähnliche Hunde erkennen lassen. Hundemotive wurden auch in der alten Mayastadt Chichen Itza auf Yukatan gefunden. Im Franziskanerkloster Huejotzingo, aus Steinen der alten Toltekenpyramide von Cholula erbaut, fand man auf Steinen Hundemotive, vermutlich den damaligen Techichi.
Nach einer indianischen Legende begleitet der kleine Hund die Seele seines verstorbenen Herrn durch neun reißende Flüsse der Unterwelt bis zum Paradies.
So sollte der alte Chihuahua der Azteken ausgesehen haben: Ein kleiner Hund mit einem sehr kleinen Kopf, kurzem abfallenden Schwanz, gleichmässigem Rumpf, gewölbten Lenden, reicher Haarpracht vom gelblichen Aussehen und allgemein gewellt, hohem und runden Schädel und kleiner Schnauze. Die Streitfrage, ob der ursprüngliche Chi aus Mexiko kurz- oder langhaarig war ist noch nicht geklärt. Primitivrassen in heissen Gegenden sind in der Regel kurzhaarig, während solche aus hoch gelegenen Gebieten häufig wollhaarig sind.
Die kleine Statur des jetzigen Chihuahuas ist das Ergebnis einer gezielten Zuchtauswahl auf extremen Zwergwuchs. Vermutlich waren die ursprünglichen Chi´s grösser als ihre heutigen Nachfahren, denn es ist eine Tatsache, dass ausgesprochene Zwergformen des Haushundes sich nur dann auf die Dauer zu halten vermögen, wenn ihnen intensive Pflege zu teil wird. Der Standard fordert für der Chihuahua eine Widerristhöhe zwischen 18 und 23 cm und ein Gewicht von 1,3 bis 2,7 kg, das Durchschnittsgewicht beträgt heute 1,8 kg und das ist eigentlich schon die unterste Grenze für einen gesunden und robusten Hund. Ein Chi mit einem Körpergewicht von 2-3 kg ist ein robuster lebenslustiger Hund, und als solcher will er behandelt werden. Über 15 Jahre alte Chihuahua sind keine Seltenheit, wenn man sie richtig ernährt und sie ausreichend Bewegung haben. Sie sind auch gegen Kälte nicht mehr empfindlich als andere Hunde, sie müssen nur in Bewegung bleiben.
|